kabel
16. Juli 2003
Bundesministerin zu Gast bei PLANET
Unternehmen als gutes Beispiel für Berufsausbildung gewürdigt

Schweriner Volkszeitung, 16. Juli 2003

Seit 1993 bildete die heutige Planet AG etwa 20 junge Leute für Berufe in der IT-Branche aus: Einzelhandelskaufleute, Kommunikationselektroniker, Informatikkaufleute IT-Systemelektroniker, Fachinformatiker, Mediengestalter. In diesem Jahr kam sogar ein Koch-Azubi dazu, den das Unternehmen bei der Übernahme der hauseigenen Gaststätte sozusagen "erbte". Derzeit erhalten bei der Planet AG sieben Jugendliche eine Ausbildung in unterschiedlichen IT-Berufen.
Zudem pflegt das Unternehmen engen Kontakt zu Bildungseinrichtungen der Region und leistet damit einen konkreten Beitrag zur Nachwuchsförderung in der Branche. Seit 1995 wurden u. a. 30 Diplomarbeiten und unzählige Praktika betreut. So verwundert es nicht, dass etwa 30 Prozent der gegenwärtig 90 Mitarbeiter Absolventen regionaler Hochschulen sind.
Auch als Sponsor für Bildungsprojekte außerhalb des Unternehmens machte sich Planet in seiner zehnjährigen Geschichte einen Namen.
Mit diesen Fakten konnte Geschäftsführer Andreas Scher gestern beim Besuch von Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) aufwarten. Sie besuchte im Rahmen der nationalen Berufsbildungs-Tagung in Schwerin das Raben Steinfelder Technologie-Unternehmen.
Dort ist auch Jenny Nerlich (18) anzutreffen, die sich im zweiten Lehrjahr auf dem Weg zur Mediengestalterin befindet. Sie sieht es als großen Glücksfall an, bei Planet einen Ausbildungsplatz bekommen zu haben. "Es macht mir großen Spaß, hier zu lernen. Die Arbeit ist interessant, kreativ, und ich gehöre zu einem prima Team." Nach ihrer dreijährigen Lehrzeit würde sie gern im Unternehmen bleiben. "Man hat mir auch schon gesagt, dass ich übernommen werde", freut sich die 18-Jährige.
Als gutes Beispiel bezeichnete Ministerin Bulmahn die Planet AG, da hier "nicht nur ausgebildet wird, sondern offensichtlich auch gut." Ausdrücklich hob sie die enge Kooperation des Unternehmens mit Schulen und Hochschulen hervor. So würden die Jugendlichen rechtzeitig darauf vorbereitet, was sie in Lehre und Beruf erwartet. Ein gutes Beispiel seien die Raben Steinfelder auch deshalb, weil es bundesweit noch zu wenige Jugendliche gibt, die sich für technische und naturwissenschaftliche Berufe entscheiden, so die Ministerin.
Zufrieden äußerte sich auch IHK-Geschäftsführer Jürgen Mundt. Er betonte die guten Kontakte zwischen Planet und der Industrie- und Handelskammer sowie das Ausbildungsengagement des Unternehmens. Er persönlich sei stolz darauf, dass eine so bedeutsame Tagung wie der nationale Bildungsgipfel in Schwerin stattfindet.

Carola Mackowiak

Bundesministerin Edelgard Bulmahn zu Gast bei PLANETBeim gestrigen Betriebsrundgang (v.l.): Veronika Pahl, Abteilungsleiterin im Bundesministerium, IHK-Geschäftsführer Jürgen Mundt, Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn, Techniker Ralph Schumann, Planet-Geschäftsführer Andreas Scher, Projektmanager Holger Prohl Foto: Mackowiak.